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Corona bedingte Einschränkungen bei Trauerfeiern

Kontaktbeschränkungen gelten in Zeiten der Covid19-Pandemie als ein Mittel der Eindämmung und kommen demzufolge auch bei Trauerfeiern zur Anwendung. Bestatter sind aber nicht verantwortlich für deren Einhaltung.

Mittlerweile dürfte sich die Ansicht durchgesetzt haben, dass sich hinter den Begriffen wie Verantwortlicher, Verpflichteter oder Veranstaltungsleiter nicht automatisch der Bestatter verbirgt. Grundsätzlich ist der Bestattungspflichtige auch der Verantwortliche für die Einhaltung der Coronabestimmungen bei Trauerfeiern. Er kann diese Aufgabe aber auf den Bestatter übertragen - etwa

  • das Führen einer Liste zur Kontaktnachverfolgung,
  • die Zurückweisung von Personen, wenn die maximale Teilnehmerzahl (etwa von 10 Personen) überschritten wird oder
  • die Beantragung von Ausnahmegenehmigungen zur Erweiterung der Teilnehmerzahl, soweit dies im Einzelfall aus infektionsschutzrechtlicher Sicht vertretbar ist.

Zudem muss auch berücksichtigt werden, dass in einer Kirche, auf einem Friedhof oder einer Trauerhalle das Hausrecht in der Regel nicht beim Veranstalter, sondern bei der Kirchengemeinde oder der Kommune oder allgemein bei dem Betreiber liegt. Dies spricht auch gegen eine originäre Verantwortlichkeit des Bestatters.

Wenn aber das Bestattungsinstitut Aufgaben und Verantwortlichkeit vertraglich übernimmt, dann hat es auch Anspruch auf eine entsprechende Vergütung, die vorzugsweise vorab mit dem Auftraggeber geklärt sein sollte!