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Franz-Josef Grundmann und sein Bekenntnis zu Schwarz

Anfang 2017 hat der Fachausschuss der Bundesfachgruppe Bestatter seine sieben Mitglieder neu gewählt. Das Vertrauensvotum der Delegierten für den Vorsitz erhielt dabei Franz-Josef Grundmann aus Nordrhein-Westfalen, den wir hier einmal ausführlich vorstellen wollen. In den nächsten Monaten folgen Porträts der übrigen Ausschussmitglieder.

Franz-Josef Grundmann

So muss ein Bestatter sein: solide, selbstbewusst und geerdet. Franz-Josef Grundmann ist aber noch weit mehr, nämlich konservativ im besten Wortsinn – bewahrend, Werte wert schätzend und nicht zuletzt Tradition pflegend. Ein durch und durch korrekter Mensch, der von sich sagt: „Mein Beruf ist auch mein Hobby!“ Das glaubt man dem 62-Jährigen sofort, der im Kreis Paderborn vier Bestattungsinstitute führt – mit sechs festen Mitarbeitern und acht Aushilfen. Nicht mitgerechnet seine Frau („Ohne die mitarbeitende Ehefrau ginge es nicht“) und seinen gut ausgebildeten Nachfolger, Sohn Raphael (33), seines Zeichens Bestattermeister.

Lichtenau-Atteln, Wohnort und Firmenzentrale der Grundmanns, ist Idylle pur. Hier geht Landleben par excellence. Und Franz-Josef Grundmann ist mittendrin und immer gerne dabei. Etwa im Schützen-, Sport- und Reservistenverein (Schützenkönig in Henglarn 1997). „Ich bin Bestatter, aber kein Einzelgänger und schon gar kein Duckmäuser. Ich halte mich mit meiner Meinung nicht zurück.“

Dann ist er ja genau richtig, in seinem neuen Ehrenamt als Vorsitzender des Fachausschusses. Dieser ist das Arbeitsgremium der Bundesfachgruppe im Bundesinnungsverband des Tischler- und Schreinerhandwerks. Hier werden Konzepte erarbeitet, mit der Bundesfachgruppe – die bundesweit insgesamt rund 1.500 bestattende Betriebe vertritt – abgestimmt und anschließend in Projekten umgesetzt. Das Führungsteam um Franz-Josef Grundmann und seinen Stellvertreter Werner Engelke aus Niedersachsen wird ergänzt durch fünf weitere Mitglieder: Joachim Schlüter aus Schleswig-Holstein, Christian Berg aus Mecklenburg-Vorpommern, Alexander Kempf aus dem Saarland, Peter Kriese aus Rheinland-Pfalz und Willi P. Heuse aus Hessen.

Er möchte sich in seiner Amtszeit für eine noch stärkere Vernetzung der Bestatterbetriebe untereinander einsetzen, sagt Franz-Josef Grundmann, der damit die überregionale Zusammenarbeit weiter stärken und den kollegialen Austausch fördern will. Und er weiß, was er nicht tolerieren kann und will: vermeintlich „zu moderne“ Bestatter, die die Tradition bewusst mit Füßen treten. Etwa in der Farbwahl des Bestatterfahrzeugs. „Wenn man meint, es hätte sich etwas verändert, dann hat man in unserem Beruf etwas falsch gemacht“, kommentiert er seine Berufsauffassung und appelliert damit an die Einstellung mancher Kollegen, die er für zu progressiv hält in diesem doch sehr „strengen und ernsten“ Beruf. „Ich steh‘ für Schwarz, weil das in der Köpfen der Leute so drin ist – das sollten wir respektieren, weil es nun mal der letzte Weg ist, den wir beruflich begleiten.“

Franz-Josef Grundmann weiß wovon er spricht. Seine bewusst konservativ ausgelegte Berufsauffassung rührt aus großem Respekt vor den Toten und deren Hinterbliebenen, wie er selbst sagt – und aus bald 50 Jahren Erfahrung, weil er schon als 13-jähriger Bub mitgenommen wurde, wenn jemand verstorben war.

Aber wie ist er überhaupt zu diesem Beruf, der längst zur Berufung geworden ist, gekommen? „Das war mehrfacher Zufall“, sagt der sympathische Ostwestfale und ein von Herzen kommendes Lachen, das jedes gängige Bestatterklischee ad Absurdum führt: „Mein Vater war Bäckermeister und mein Bruder längst in die väterlichen Fußstapfen getreten. Also sagten meine Eltern: Der Bruder ist schon Bäcker – Du kannst Schreiner werden.“ Gesagt, getan. Seinerzeit machte man schließlich noch (meist) das, was die Eltern in punkto Berufswunsch vorgaben. So trug es sich zu, dass Franz-Josef Grundmann 1983 den Betrieb „Möbelwerkstätte und Bestattungen Grundmann“ aus der Taufe hob, nach einer Lehre und einer Meisterschaft, die ihm mehr als Spaß gemacht haben, wie er selbst sagt. Aus der guten alten Doppelfunktion Schreiner-Bestatter ist er 2007 aufgund des Termindrucks und der nicht mehr koordinierbaren Lieferzeiten bewusst ausgestiegen. Dies ist grob gesagt die Geschichte von Bestattungen Grundmann, die im Kreis Paderborn eine Marke sind.

Der bekennende BMW-Fan und ehemals leidenschaftliche Inline Skater, der nach einem Unfall sportlich aufs Fahrrad fahren umgesattelt hat, bezeichnet sich selbst als „kleinen Rebellen“ mit großer Clique im Ort, der Saunaabende ebenso liebt, wie die Feste vor Ort und Spaziergänge mit seiner Frau oder den Freunden. Dass er gerade den ersten Urlaub seit zehn Jahren hinter sich hat, ist nur dem Umstand zu verdanken, dass die Söhne René (30, Großhandelskaufmann) und Raphael ihrer Mutter zum Geburtstag eine Reise geschenkt haben.

Wenn Franz-Josef Grundmann über seinen Beruf und seine Ambitionen als multiaktiver Verbandsfunktionär (Prüfungsausschuss der HWK Dortmund, Fachgruppe Bestatter in NRW, DIB, um nur einige zu nennen) spricht, wird klar, was er will: der Verband soll sich weiterentwickeln, das Image der Bestatter sollte dringend besser werden und persönlich sollte man immer sein Bestes geben.

Gefragt, auf was er in seiner Berufskarriere besonders stolz ist, fällt ihm die Antwort nicht schwer und sie kommt wie aus der Pistole geschossen: „Dass der Sohn mir nachfolgt, darauf bin ich wirklich stolz!“ Und auf die Note 1,1 für Bestattungen Grundmann bei den Kundenbewertungen des qih („Qualität im Handwerk“): „Jeder braucht etwas, an dem er sich messen kann und auf diese Bewertung bin ich schon ein wenig stolz“, sagt einer, dem „Entgegenkommen“ wichtig ist und der gerne den letzten Weg von Menschen organisiert. Nicht zuletzt lautet deshalb das Firmenmotto: „Den letzten Weg unserer Lieben würdig zu gestalten ist unser aller Pflicht. Wir können Ihnen dabei helfen. Für Sie haben wir Zeit wann immer Sie möchten, 365 Tage im Jahr, 24 Stunden am Tag.“ In diesem Fall: kein Werbespruch, sondern die gelebte Wahrheit.

 

Bestattungen Grundmann  |  Am Hellweg 6  |  33165 Lichtenau-Atteln

Telefon (05292) 1794  |  Telefax  (05292) 932 657 |  Notfalltelefon (0171) 423 5887

E-Mail: infobestattungen-grundmann.REMOVE-THIS.de

 

Fotonachweis: Astrid Karger