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Qualität durch Qualifikation

Die Bundesfachgruppe Bestatter Deutschland empfängt LIGNA-Besucher vom 27. bis 31. Mai auf dem Messestand von Tischler Schreiner Deutschland in Halle 12.

Bildnachweise: TSD

Unterhalb des Artikels zum Download verfügbar.

Die Bundesfachzeitschrift genau sprach im Vorfeld mit Werner Engelke, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Fachausschusses, um zu erfahren, warum der fachliche Dialog auf der Messe mehr bietet als Information und Beratung:

Die LIGNA ist die Weltleitmesse für die Holzbe- und -verarbeitung, also auch ein zentraler Treffpunkt für das Tischler- und Schreinerhandwerk. Wie passen da die Bestatter ins Konzept?

Engelke: Das mag vielleicht auf den ersten Blick verwundern, doch tatsächlich ist das Bestattergewerbe fest mit dem Tischler- und Schreinerhandwerk verwurzelt. Gerade in den ländlichen Regionen sind es nämlich vor allem Tischler und Schreiner, die sich um die Bestattungen kümmern. Ein reines Bestatterinstitut würde sich dort kaum tragen. Und auf dem Land, wo jeder jeden kennt, sind tradierte Aufgaben weit weniger stark dem Wandel unterzogen als in den Ballungsgebieten. Deshalb sind Tischler- oder Schreinerbestatter keine Seltenheit. In der Bundesfachgruppe vertreten wir immerhin 1.500 Betriebe.

An wen genau richtet sich das Informations- und Beratungsangebot der Bundesfachgruppe, die sich im Rahmen der LIGNA auf dem TSD-Messestand präsentiert?

†Engelke: Die LIGNA ist natürlich keine Bestatterfachmesse. Aber es gibt eben zahlreiche Tischler und Schreiner, die neben dem Handwerk auch Bestattungsdienstleistungen anbieten. Mit diesen Kolleginnen und Kollegen führen wir gern Gespräche, informieren über aktuelle Entwicklungen oder erörtern fachspezifische Rechtsfragen.

Würde es nicht ausreichen, sich über die Fachmedien der Innungsorganisation zu informieren?

†Engelke: Unsere Medien sind natürlich eine gute Grundlage. Insbesondere die Homepage ist mit den vielfältigsten Informationen gespickt. Unser Messeangebot geht allerdings noch darüber hinaus. In Hannover bieten wir den Dialog an, bei dem wir ganz individuell auf die Fragen eingehen können. Denn das Bestattergewerbe ist heute eine komplexe Dienstleistung, die fundiertes Wissen voraussetzt, während handwerkliche Aspekte wie die Sargherstellung so gut wie keine Rolle mehr spielen.

Was macht das Bestattergewerk so anspruchsvoll?

†Engelke: Die Reglementierungsdichte ist einfach sehr groß. In jedem Bundesland gibt es außerdem eigene Gesetze, die permanent weiterentwickelt werden. Aber auch die zahlreichen Standards müssen Bestatter aus dem Effeff beherrschen. Und da reden wir nur von den Grundvoraussetzungen. Ein guter Bestatter muss natürlich einiges mehr mitbringen, um die Hinterbliebenen angemessen zu begleiten, damit sie den Trauerschmerz würdevoll verarbeiten können.

Wie werden Bestatter eigentlich auf diese anspruchsvolle Aufgabe vorbereitet? Gibt es eine Ausbildung?

†Engelke: Es gibt sehr gute Bildungsangebote und diverse Möglichkeiten der Ausbildungsförderung. Sogar der Meisterbrief ist möglich. Leider sind diese Angebote im Großen und Ganzen freiwillig. Um ein Bestattungsunternehmen zu gründen, ist jedenfalls keine Ausbildung nötig. Das ist für uns gestandene Tischler- und Schreinermeister in der Bundesfachgruppe natürlich schwer zu akzeptieren. Und es ist ein großes Problem. Wir wissen doch alle, wie unabdingbar eine hohe fachliche Qualifikation ist. Also, wer mag, ist auch gern eingeladen, mit uns über die Einführung einer Bestatterausbildung zu diskutieren, und wir können natürlich zahlreiche Tipps für gute Fort- und Weiterbildungen geben.

Hätten Sie sonst noch eine Empfehlung für die Messebesucher?

†Engelke: Ich empfehle jedem schon im Vorfeld, einen Gesprächszeitraum zu vereinbaren, damit wir uns möglichst umfassend und in aller Ruhe mit den Fragen unserer Besucher auseinandersetzen können. Aber falls das nicht klappt, ist natürlich jeder willkommen.

Vielen Dank für das Gespräch.