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Standortsicherung durch Krematorienfusion

Die beiden ehemals städtischen Krematorien Saarbrücken und Völklingen haben sich 2014 zur Vereinigten Feuerbestattung Saar GmbH zusammengeschlossen. Das neue Dienstleistungsunternehmen bietet vor allem dem regionalen Handwerk viele Vorteile.

Konkurrenz belebt das Geschäft, heißt es oft nicht zu Unrecht. In einem Markt, dessen Wachstum natürlich begrenzt ist, kann Konkurrenz allerdings auch zu einem ruinösen Preiskampf führen, der alle Marktteilnehmer und letztlich sogar den Markt selbst in Schwierigkeiten bringt. In einer solchen Situation befanden sich die beiden ehemals in städtischer Hand befindlichen saarländischen Krematorien in Saarbrücken und Völklingen.

Der durch die natürliche Sterberate und die Wettbewerberstandorte (Hermeskeil, Alsenborn, Landau, Luxemburg, Thionville, St. Avold) eingegrenzte regionale Markt wird schon von den Kapazitäten der beiden Einrichtungen zu 100 Prozent abgedeckt. Um einen (Preis-)Kampf um die „Einäscherungsquote“ und die damit einhergehenden Risiken für die Standorte Saarbrücken und Völklingen auszuschließen und den Standort Saarland zu stärken, kam es 2014 im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit zur Fusion der beiden Krematorien in die Vereinigte Feuerbestattung Saar GmbH. Gesellschafter mit jeweils 50 Prozent Anteilen sind die Landeshauptstadt Saarbrücken und die Feuerbestattung Völklingen GmbH.

Durch die Fusion ist ein modernes grenzüberschreitendes Dienstleistungsunternehmen entstanden, dass durch die in vielen Unternehmensbereichen gewonnenen Synergieeffekte eine Stärkung seiner Marktposition gegenüber den Wettbewerbern erfahren und den Standort Saarland langfristig sichern soll. Neben der Erhaltung und Schaffung von Arbeitsplätzen und der Erwirtschaftung von Überschüssen zugunsten der beiden Städte zahlt sich die Fusion der beiden Anlagen auch für viele Bereiche im saarländischen Handwerk aus. „Insbesondere Bestatter aus der Region werden von einer engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit und kurzen Anfahrtswegen profitieren“, verspricht Geschäftsführer Uwe Kunzler. Als förderndes Mitglied in der Landesinnung für Bestatter habe die Vereinigte Feuerbestattung Saar GmbH bereits ein positives Zeichen gesetzt. Darüber hinaus sind auch Aufträge für Gärtner, Floristen-, Steinmetz-, Elektro-, Schlosser-, Heizung-, Sanitär-, Dachdecker- oder Bau- und Schreinerhandwerksbetriebe auf Dauer gesichert.

Kunzler betont aber auch den nicht zu unterschätzenden kulturellen Aspekt: „So wird ein wertvoller Beitrag zur Förderung und Erhaltung unserer traditionellen Friedhofs- und Bestattungskultur mit ihren zahlreichen ensemble- und denkmalgeschützten Grabanlagen und Gebäuden sowie vielfältigen Bestattungsarten in Saarbrücken und Völklingen geleistet.“ Die neue Vereinigte Feuerbestattung Saar GmbH arbeitet grenzüberschreitend und gehört mit einer Bilanzsumme von rund fünf Millionen Euro, Umsatzerlösen von rund 2,9 Millionen Euro und jährlich rund 7.500 Einäscherungen zu den größten kommunalen Krematorien Deutschlands.