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Von Anerkennung und Wertschätzung – Pietät von Rüden gewinnt Anerkennungspreis beim Saarländischen Staatspreis für Design

Wer Stefan Kohl schon einmal "live" erlebt hat, weiß, dass er zwei Naturen in sich vereint: Den einfühlsamen Bestatter und klugen Ökonom. Beides gehört für den Enddreißiger zusammen. Wer nicht gut wirtschaftet, gibt dieses mangelnde Talent auch zwangsläufig an seine Kundschaft weiter. Den Einfühlsamen zu spielen und intransparente Geschäfte abzuwickeln sei Rufmord an der gesamten Branche, erklärt er uns. Das klingt logisch. Dazu passt auch, dass Stefan Kohl keine Gelegenheit auslässt, sein Metier zur Sprache zu bringen.

Als er seine Homepage www.pietaet-von-rueden.de beim Saarländischen Staatspreis für Design angemeldet hatte, erntete er zunächst einmal zurückhaltende Reaktionen von Mitarbeitern und Kollegen. "Das ist auch so ein überkommenes Symptom der Bestattungsbranche – diese Selbstmitleidshaltung, dass man halt ein trauriges Geschäft betreibe und deswegen nicht zu laut über sich reden sollte", bemängelt er. "Nur weil wir keine Wellnessartikel verkaufen, sind wir doch nicht zur Unsichtbarkeit verdammt. Damit unterstützen wir erst Recht das seltsame Image, das dem Bestatterberuf anhaftet wie zäher Klebstoff."

Umso größer war die Freude, allen Unkenrufen zum Trotze, den Anerkennungspreis in der Kategorie Kommunikationsdesign für interaktive und zeitbasierte Medien erhalten zu haben. Gelobt wurde der Internetauftritt des Unternehmens für Text- und Gestaltungskompetenz, die auf ein gestresstes Publikum reagiert und dabei noch mit interreligiöser Kompetenz und vollständiger Barrierefreiheit punktet. Umfassenden Service bietet die Homepage außerdem mit Vorsorgedokumenten und der übersichtlichen Zusammenstellung zielführender Information, die aktuelle und zukünftige Kundschaft zum mündigen Verbraucher des Notwendigen am Lebensende macht. Wer sauber informiert ist, wird nicht betrogen. So einfach ist das.

Ästhetik ist dem quirligen Bestatter außerdem nicht ganz unwichtig: "Das Wort "Kiste", wie man den Sarg umgangssprachlich ja gerne mal nennt, ist für mich und meine Mitarbeiter_Innen ein absolutes "No-Go!" – Särge sind, auch in einfacher Ausführung, Kunsthandwerk und letzte Hülle für einen Menschen mit einer einzigartigen Geschichte, der seine persönliche Würdigung allemal verdient hat", führt er aus. Vom ersten Gespräch bis zur Organisation des Grabmals tritt Stefan Kohl für die Bestattungskultur ein – in einer Zeit, in der Tierbestattungen Mode geworden sind und Menschen sich lieber anonym begraben lassen wollen. Mit seiner Haltung tritt er selbstbewusst auf und für ein neues Bewusstsein ein. Internetauftritt, Facebookpräsenz und Ansprechbarkeit vor Ort sind bei ihm Standard, bei Festen im Quartier Mainzer Straße ist Stefan Kohl anwesend.

Menschen interessieren sich für seinen Beruf und verfolgen aufmerksam, was er zu sagen hat. Interesse wecke man nun einmal nicht, wenn man um Punkt 18.00 den Bleistift fallen lasse. Die Bereitschaft, Menschen rund um die Uhr zu begleiten, auch für kleine Fragen ansprechbar zu sein, repräsentieren er und seine Mitarbeiter_Innen authentisch. Das hat dem Unternehmen mit dem etwas traditionellen Namen schließlich einen weltzugewandten Ruf eingebracht. Dazu gehört ganz klar die Sichtbarkeit von Pietät von Rüden in allen möglichen Bereichen. "Es tut gut, wahrgenommen zu werden, man muss aber auch etwas dafür tun. Die Wertschätzung für das eigene Tun transportiert jeder Bestatter durch seine Präsenz, aber nicht durch seine Abwesenheit", erklärt Stefan Kohl. Derzeit entwickelt er mit seiner Werbeagentur eine neue Anzeigenreihe, die unter anderem diese Wahrnehmung fördern soll. Stefan Kohl möchte mit Menschen ins Gespräch kommen und nicht nur eine Dienstleistung verkaufen. Routine gibt es bei ihm nicht. An Bestattung und Bestattungskultur Interessierte bringt er zusammen, am Tag der offenen Tür gibt es Petit Fours in Sargform und in seinen Ausstellungsräumen finden gelegentlich Krimilesungen statt. "Warum auch nicht?", fragt er und lächelt, "wir sind mitten im Leben der Menschen – es gibt gar keinen Grund, sich zu verstecken."

Ansprechpartner für weitere Informationen:
Pietät von Rüden
Stefan Kohl
Mainzer Str. 17
66111 Saarbrücken
Telefon: 0681/35589
sk@pietaetvonrueden.de